Archiv

Hier finden Sie eine Zusammenstellung über die in den letzten Jahren vom Sozialdemokratischen Bildungsverein Mannheim/Ludwigshafen durchgeführten Veranstaltungen.

2013
Die neue Publikation des Bildungsvereins würdigt 150-jährige Geschichte der Sozialdemokratie

Titelblatt150

Die Publikation kann man für 9,00 EUR (zzgl. Versand) bei uns bestellen. Weitere Informationen zum Bezug können über unser Kontaktformular erfragt werden.

Inhaltsverzeichnis

Beitrag des Mannheimer Morgens

Hüter der Demokratie – SPD und Gewerkschaften in Mannheim von 1945 bis heute

hütederdemok

Mannheim wurde maßgeblich durch die Sozialdemokratie und Gewerkschaften gestaltet. Nach dem tiefgreifenden Zivilisationsbruch der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und den bitteren Erfahrungen des Krieges waren es gerade die Männer und Frauen der Arbeiterbewegung, die sich der Aufgabe eines demokratischen Neuanfangs verschrieben hatten. Die Verteidigung und Sicherung des sozialen und demokratischen Verfassungsstaates, die Zähmung der Marktwirtschaft und das Streben nach sozialem Ausgleich waren ihnen Ansporn und Auftrag zugleich. Die Kommune war in diesem Sinne einer ihrer zentralen Handlungs- und Gestaltungsräume. Die Leistung dieser Männer und Frauen ist ein wesentlicher Bestandteil einer unerwarteten demokratischen Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik geworden.

Dr. Jens Hildebrandt zeichnet wichtige Stationen der Geschichte von SPD und Gewerkschaften in Mannheim im Kontext landes- und bundespolitischer Entwicklungen nach und blickt auf zentrale Köpfe der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung in Mannheim zurück.

Im Anschluss an den Vortrag diskutieren der Historiker Prof. Hermann Weber, IGBCE Gewerkschaftssekretärin Anna Engfer, SPD-Kreisvorsitzender Wolfgang Katzmarek und SPD-Kreisvorstandsmitglied Malin Melbeck über den Zustand des Bündnisses von SPD und Gewerkschaften in Mannheim. Moderiert wird das Gespräch von Torsten Jann (IG Metall)

In Kooperation mit der SPD Mannheim.

Eintritt ist frei!

Die Gegenwart des „digitalen Kapitalismus“ – eine neue soziale Frage?

Der Binär-Code regiert die Welt. Der informations- und kommunikationstechnische Umbruch revolutioniert Wirtschaft und Gesellschaft. Neue Arbeitswelten entstehen. Hier ist ein Stück weit auch eine digitale Avantgarde zuhause. Sie lässt sich mutig auf neue Ideen, Formate, Arbeits- und Präsentationsformen ein. Berufliche Selbst-entfaltung und ökonomische Selbstentäußerung der „digitalen Bohème“ liegen dicht neben einander. Permanente Erreichbarkeit führt zu einem Leben in „Echtzeit“. E-Mail oder Smartphone geben die Bewegung vor. Die Grenze zwischen Büroarbeitsplatz und Wohnung löst sich auf. Home-Office-Beschäftigung nimmt zu.

Das wirft Fragen nach der sozialen Wirkung des „Digitalen Kapitalismus“ auf. Welches sind die Chancen und Risiken dieser Entwicklung? Brauchen wir eine Humanisierung von digitaler Arbeit?

Diese und weitere Fragen diskutieren wir mit Experten aus Wissenschaft und Praxis.

Prof. Dr. Jan Dettmers – Universität Hamburg
Prof. Dr. Hubert Wandjo – Popakademie Mannheim
Dr. Alexandra Manske – Humboldt Universität Berlin
Moderation: Dr. Jens Hildebrandt – Sozialdemokratischer Bildungsverein

Die Veranstaltung ist ein Beitrag zur Entschlüsselung des Phänomens „Digitaler Kapitalismus“. Sie setzt sich mit den Chancen und Risiken der politischen Willensbildung im Netz auseinander und diskutiert unterschiedliche Zukunftsentwürfe für die Politik im digitalen Zeitalter. In Kooperation mit dem Fritz-Erler-Forum Stuttgart der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Der Eintritt ist frei.

2012

Präventivkrieg oder Verhandlungen? 50 Jahre Kuba-Krise

Präventiver Angriff auf abschussbereite Nuklearraketen! Oder doch Verhandlungen über atomare Abrüstung! Diese Schlagzeilen bestimmen heute die Diskussion um den Iran. Sie beschreiben ebenfalls sehr zutreffend die Handlungsoptionen der Sowjetunion und der USA vor fast genau 50 Jahren während der Kubakrise. Damals, vom 17. bis zum 28. Oktober 1962, blickte die Welt auf Kuba. Denn auf der kleinen karibischen Insel wurden mit Hilfe der Sowjetunion Nuklearraketen installiert. Diese geheime nukleare Aufrüstung brachte die Welt an den Rand eines Atomkrieges. Nie, da sind sich die Historiker einig, waren Politiker der Supermächte so nahe dran, den roten Knopf zu drücken. Diese Zeit für einen Abend ins Gedächtnis zu rufen, ist das Ziel eines kurzen Vortrags von Professor Dr. Gottfried Niedhart am 8. November 2012. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr in den Räumen des Vereins Kultur-Brücken in der Hafenstraße 72 im Mannheimer Jungbusch statt.

Literaturhinweise:
James G. Hershberg, The Cuban Missile Crisis, in: The Cambridge History of the Cold War. Hg. v. M.P. Leffler und O.A. Westad, Bd. 2, Cambridge 2010, S. 65-87.
Daniela Spenser, Die Kubakrise und ihre Folgen für das kubanisch-sowjetische Verhältnis, in: Bernd Greiner u.a. (Hg.), Krisen im Kalten Krieg, Hamburg 2008, S. 297-320.
Joshua C. Andy, Operation „Anadyr“. Die sowjetische militärische Führung und die Kubakrise, in: Bernd Greiner u.a. (Hg.), Krisen im Kalten Krieg, Hamburg 2008, S. 321-342.

„Die Frühgeschichte der pfälzischen Sozialdemokratie 1869-1878“.

Unser Mitglied Max Knieriemen, M.A. wird einen Vortrag halten zum Thema
„Die Frühgeschichte der pfälzischen Sozialdemokratie 1869-1878“.

Veranstaltungsort  ist  das  Stadtarchiv  Ludwigshafen,  Rottstraße  17  am  Montag,  den
29.10.2012 um 19.00 Uhr.

Im Rahmen dieses Vortrags kooperiert der Sozialdemokratische Bildungsverein mit dem  Arbeitskreis zur Geschichte der pfälzischen Arbeiterbewegung und die Historische Arbeitsgruppe  Archive, Bibliotheken  und  Dokumentationszentren des ver.di  Fachbereichs Bildung, Wissenschaft und Forschung (Bezirk rhein.pfalz).

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei.

Transnationalmannschaft

Weitere Infos zum Film auf http://transnationalmannschaft.de/.

Fritz Bauer – Tod auf Raten
Sie sind herzlich eingeladen zur Filmvorführung „Fritz Bauer – Tod auf Raten“ am 5. Mai, 18:00 Uhr in der Abendakademie Mannheim in U1. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg und der Naphtali-Epstein-Fördergesellschaft e. V. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen finden Sie hier.

Fritz Bauer - Tod auf Raten

Weitere Infos zum Film auf http://www.fritz-bauer-film.de/.

2011
Dr. Klaus-Jürgen Becker mit neuem Team übernimmt den Vorsitz

„Neudeutsch würde man das wohl einen ,Relaunch‘ nennen“, fasst der frisch gekürte Vorsitzende des Sozialdemokratischen Bildungsverein e.V., der Ludwigshafener Stadtarchivar Dr. Klaus J. Becker, das Ergebnis der Jahreshauptversammlung im Dezember zusammen. Mit einer deutlichen Verjüngung des Vorstandes startet Becker mit seinem Stellvertreter Dr. Jens Hildebrandt (Mannheim) und seinem neuen Geschäftsführer Basim Aawais (Mannheim) sowie den neugewählten Vorstandsmitgliedern Sascha Adam (Ludwigshafen), Sebastian Burghof (Mannheim), Detlef Möller (Mannheim) und Andreas Marquet (Ludwigshafen) in die zweijährige Amtszeit. „Wir haben Wert darauf gelegt, dass Mannheim und Ludwigshafen im Vorstand paritätisch vertreten sind, um so die Verbundenheit des Vereines mit beiden Arbeiterstädten deutlich zum Ausdruck zu bringen“, freut sich Becker über die neue Zusammensetzung.

„Wir stehen klar in der Tradition der klassischen Arbeiterbildungsvereine und Ihrem politischen Streben nach Freiheit, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit und setzen uns für Toleranz und gegen Fundamentalismus ein“, erklärt der neue Geschäftsführer des Vereins Basim Aawais. Die deutliche Verjüngung des Vereins hängt vor allem mit dem Ehrenvorsitzenden Prof. Hermann Weber zusammen. „Wir alle sind auf die eine oder andere Weise durch seine Schule gegangen“, erläutert Hildebrandt das besondere Verhältnis zum Ehrenvorsitzenden und macht deutlich: „Wer Hermann Weber kennt, weiß um seine Grundüberzeugung, dass offene und soziale Gesellschaften nur in Demokratien existieren können, dass Demokratien aber aktive Demokraten brauchen, um existieren zu können.“ Aus diesem Grund will der Verein in den kommenden zwei Jahren sowohl durch historische als auch aktuelle Veranstaltungen Bildungsangebote für alle politisch Interessierten machen. „Wir leben zum Glück nicht im Industriekapitalismus vor 150 Jahren. Heute sind die Probleme, Herausforderungen und Fragen andere. Deshalb sind auch neue Antworten zu geben. Doch die allgemeinen Forderungen der Arbeiterbildungsvereine nach politischer Beteiligung und sozialer Gerechtigkeit haben nichts an Aktualität verloren“, so Hildebrandt.

In diesem Sinne hat sich der Verein für die kommenden Jahre diesseits und jenseits des Rheins einiges vorgenommen. Im Rahmen des baden-württembergischen Landesjubiläums wird man an den Beitrag der Sozialdemokraten an der Gründung des Südweststaates erinnern. Im Jahre 2013 wird der Bildungsverein die Festveranstaltungen zum Thema 150 Jahre deutsche Arbeiterbewegung in Mannheim und Ludwigshafen begleiten und durch ein eigenes Programm bereichern. Zum Auftakt trifft sich der Bildungsverein am 07. Februar im Stadtarchiv Ludwigshafen, um die dortigen Bestände zur Geschichte der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in Augenschein zu nehmen. Als nächstes folgt dann eine Filmvorführung in Mannheim zum hessischen Staatsanwalt und Initiator der Ausschwitzprozesse Fritz Bauer, um daran zu erinnern, dass Bildung und Aufklärung zuweilen lange brauchen, um in allen Ecken der Gesellschaft angekommen zu sein.

Eine gut besuchte Jahreshauptversammlung des Sozialdemokratischen Bildungsvereins. (Foto: Sebastian Burghof)