Hermann-Weber-Forschungskolloqium „Demokratie und Dikatur im geteilten Deutschland“

Das Hermann-Weber-Forschungskolloqium stellte noch einmal die Forschungsfragen des Mannheimer Politikwissenschaftlers Hermann Weber zur Diskussion und erörterte das Verhältnis von Politischer Wissenschaft und Zeitgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der deutsch-deutschen Beziehungen sowie die Zukunft der DDR Forschung. Professor Klaus Schönhoven arbeitete in seinem Vortrag zur Frage „Gibt es eine gesamtdeutsche Vergangenheit?“ prägnant das Spannungsverhältnis der miteinander verflochtenen und gleichzeitig durch wechselseitige Abgrenzung geprägten deutsch-deutschen Beziehungen heraus. Professor Christoph Kleßmann zeigte in seinem Vortrag zur Frage „War die DDR mehr als eine Randnotiz der Geschichte?“ die epochale Leistung der jüngeren DDR-Forschung und verwies auf noch offene Forschungsfragen, die über eine engere deutsche Nationalgeschichtsschreibung hinausreichen. Die Zeitzeugengespräche mit Weggefährten des Mannheimer Hochschulehrers zeigten, dass weder die historisch angeleitete Politikwissenschaft noch die Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur auf Hermann Weber, seine wissenschaftliche Expertise und persönliche Integrität hätten verzichten können.

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